Witetschek, Helmut: Die kirchliche Lage in Bayern nach den Regierungspräsidentenberichten ..., Bd. I
Kommission für Zeitgeschichte, Forschungsstelle Bonn

Kommission für Zeitgeschichte

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Witetschek, Helmut: Die kirchliche Lage in Bayern
nach den Regierungspräsidentenberichten 1933–1943, Bd. I: Regierungsbezirk Oberbayern, Mainz 1966

(Veröffentlichungen der Kommission für Zeitgeschichte, Reihe A: Quellen, Bd. 3)

Helmut Witetschek: Die kirchliche Lage in Bayern nach den Regierungspräsidentenberichten 1933–1943, Bd. I: Regierungsbezirk Oberbayern.

Helmut Witetschek: Die kirchliche Lage in Bayern nach den Regierungspräsidentenberichten 1933–1943, Bd. I: Regierungsbezirk Oberbayern.

Das Werk dokumentiert die Auseinandersetzungen zwischen Staat und Kirche auf der Ebene der kleinen Partei- und Staatsfunktionäre auf der einen, der Pfarrer und des Kirchenvolks auf der anderen Seite. Es enthält die Monats- und Lageberichte der Regierung von Oberbayern und des Polizeipräsidiums München von 1933 bis 1943, soweit sie die katholische und evangelische Kirche betreffen. Die Berichte befinden sich im Geheimen Staatsarchiv München und liegen für den genannten Zeitraum fast lückenlos vor.

Die örtlichen Behörden ließen weisungsgemäß alle Regungen des gesellschaftlichen, kulturellen und kirchlichen Lebens von ihren Beamten überwachen, die über die einzelnen Begebenheiten ausführlich zu berichten hatten. Die Regierung und das Polizeipräsidium als Mittelbehörden stellten die wichtigen Ereignisse in Form der vorliegenden Berichte zusammen. Äußerungen Kardinal Faulhabers, des Landesbischofs Meiser sowie die Maßnahmen der beiden Kirchenbehörden wurden ausführlich dargestellt. Alle bedeutenden Predigten, der Kirchenbesuch der Gläubigen und auch deren Reaktion auf staatliche Entscheidungen spiegeln sich in den Berichten wider, ja selbst jede Regung einer Stadtpfarrgemeinde in Form von Missions- oder Bibelvorträgen wurden genauestens registriert. Die Berichte geben auch Einblick in die Lage der damaligen Presse. Die immer spärlicher werdenden bürgerlichen Zeitungen und besonders die Kirchenzeitungen wurden von den berichtenden Behörden genau beobachtet, die Einziehung beanstandeter Nummern vermerkt. Zahlreiche Beschlagnahmungen von Broschüren und Schriftenreihen, die nicht immer aktenkundig sind, wurden in den Berichten festgehalten. Selbst manche der häufig kursierenden Gerüchte, denen die Polizei nachging, fanden in den Darstellungen ihren Niederschlag.

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