Witetschek, Helmut: Die kirchliche Lage in Bayern nach den Regierungspräsidentenberichten ..., Bd. III
Kommission für Zeitgeschichte, Forschungsstelle Bonn

Kommission für Zeitgeschichte

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Witetschek, Helmut: Die kirchliche Lage in Bayern nach den
Regierungspräsidentenberichten 1933–1943, Bd. III: Regierungsbezirk Schwaben, Mainz 1971

(Veröffentlichungen der Kommission für Zeitgeschichte, Reihe A: Quellen, Bd. 14)

Helmut Witetschek: Die kirchliche Lage in Bayern nach den Regierungspräsidentenberichten 1933–1943, Bd. III: Regierungsbezirk Schwaben.

Helmut Witetschek: Die kirchliche Lage in Bayern nach den Regierungspräsidentenberichten 1933–1943, Bd. III: Regierungsbezirk Schwaben.

Der dritte Band der Regierungspräsidentenberichte über die kirchliche Lage in Bayern enthält die vertraulichen Berichte der Regierung von Schwaben und der Polizeidirektion Augsburg von 1933 bis 1943. Wie die beiden Bände über Oberbayern und Ober- und Mittelfranken dokumentiert auch diese Publikation die Auseinandersetzungen zwischen Staat und Kirche auf der Ebene der kleinen Partei- und Staatsfunktionäre auf der einen, der katholischen und evangelischen Pfarrer und des Kirchenvolkes auf der anderen Seite. Sie illustriert, wie das NS-Regime mit relativ wenigen Gesetzen und Verordnungen auch das kirchlich-religiöse Leben fesselte und durch die Handhabung dieser Gesetzesklaviatur die totale NS-Herrschaft aufrecht erhielt. Zahlreiche geschilderte Vergehen gegen diese Gesetze und Verordnungen, denen jeweils die polizeilichen und gerichtlichen Strafverfolgungen oder Verwarnungen auf dem Fuße folgten, reihen sich in den Berichten aneinander. Da die vielen sog. Gesetzesübertreter namentlich genannt und vielfach deren Motive angeführt sind, belegen die Berichte die oppositionelle Haltung weiter Bevölkerungsgruppen und zahlreicher Einzelpersonen. Zugleich zeigen sie, wie die nationalsozialistische Diktatur auf der unteren Ebene, unter der Herrschaft der Ortsgruppenleiter, Kreisleiter und Gauleiter, funktionierte und wie die verschiedenen Bevölkerungsgruppen auf die Einengung der Lebensbedingungen reagierten. Da diese Meldungen die unteren und mittleren Schichten des Kirchenvolkes behandeln, die sonst quellenmäßig kaum erfaßbar sind, und diese Quellen in einer solchen regelmäßigen Folge und inneren Geschlossenheit einmalig sind, reicht ihre Bedeutung als Nachweis für die Verhaltensweisen der verschiedenen Bevölkerungsgruppen unter totalitärer Herrschaft weit über Bayern hinaus.

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