Hummel, K.-J. / Kösters, Ch. (Hrsg.): Zwangsarbeit und katholische Kirche 1939-1945
Kommission für Zeitgeschichte, Forschungsstelle Bonn

Kommission für Zeitgeschichte

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Hummel, Karl-Joseph / Kösters, Christoph (Hrsg.):
Zwangsarbeit und katholische Kirche 1939–1945. Geschichte und Erinnerung,
Entschädigung und Versöhnung. Eine Dokumentation,
Paderborn [u. a.] 2008

(Veröffentlichungen der Kommission für Zeitgeschichte, Reihe B: Forschungen, Bd. 110)

Karl-Joseph Hummel / Christoph Kösters (Hrsg.): Zwangsarbeit und katholische Kirche 1939-1945. Geschichte und Erinnerung, Entschädigung und Versöhnung. Eine Dokumentation.

Karl-Joseph Hummel / Christoph Kösters (Hrsg.): Zwangsarbeit und katholische Kirche 1939–1945. Geschichte und Erinnerung, Entschädigung und Versöhnung. Eine Dokumentation.

Millionen von Zwangsarbeitern, Männer wie Frauen, waren während des Zweiten Weltkriegs in der deutschen Wirtschaft eingesetzt. Zunächst blieb lange Zeit unbeachtet, daß auch kirchliche Institutionen ihre Dienste in Anspruch genommen hatten. Es folgten Spekulationen ohne Faktenbasis. Die vorgelegten Forschungsergebnisse ermöglichen jetzt ein klares Bild über Art und Ausmaß des Einsatzes von Zwangsarbeitern in Einrichtungen der katholischen Kirche.

Die Recherchen für dieses Buch waren die aufwendigsten, die während der letzten Jahrzehnte in der gesamten Katholizismusforschung durchgeführt worden sind. Sie erstreckten sich auf Anstalten, Heime, Krankenhäuser und Pfarrökonomien aller Diözesen; zusätzlich wurde zu ehemaligen Zwangsarbeitern und Zwangsarbeiterinnen Kontakt aufgenommen. 27 Diözesanberichte schildern den Gang der Recherchen, die kirchengeschichtlichen Rahmenbedingungen, die Verhältnisse in den Einrichtungen und den Einsatz vornehmlich aus Polen und der Sowjetunion deportierter Zwangsarbeiterkräfte. Außerdem informieren die Berichte über die Bemühungen der Seelsorge, markante Einzelschicksale und die seit dem Sommer 2000 erfolgten Versöhnungsinitiativen. Eine ausführliche historische Einleitung sowie die Abschlußberichte des kirchlichen Entschädigungs- und Versöhnungsfonds ordnen die Ergebnisse in übergreifende Zusammenhänge ein.

Eine umfangreiche Datendokumentation sowie die offiziellen Presseverlautbarungen aus den Jahren 2000, 2004 und 2005 vervollständigen das Gesamtbild der Entschädigungs-, Versöhnungs- und Erinnerungsarbeit der katholischen Kirche.

Der Band dokumentiert und bilanziert in beispielhafter Weise die kritische, intensive Auseinandersetzung der Kirche mit einem fast unbekannten Kapitel ihrer Vergangenheit.

Bestellungen von Veröffentlichungen richten Sie bitte direkt an Ihren Buchhändler bzw. den Verlag  Schöningh in Paderborn.


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