Trippen, Norbert: Joseph Kardinal Höffner (1906-1987), Bd. 2
Kommission für Zeitgeschichte, Forschungsstelle Bonn

Kommission für Zeitgeschichte

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Trippen, Norbert: Joseph Kardinal Höffner (1906–1987)
Bd. II: Seine bischöflichen Jahre 1962–1987,
Paderborn [u. a.] 2012

(Veröffentlichungen der Kommission für Zeitgeschichte, Reihe B: Forschungen, Bd. 122)

Norbert Trippen: Joseph Kardinal Höffner (1906–1987), Bd. II: Seine bischöflichen Jahre 1962–1987.

Norbert Trippen: Joseph Kardinal Höffner (1906–1987), Bd. II: Seine bischöflichen Jahre 1962–1987.

Joseph Höffner war als Bischof von Münster (1962–1969), als Erzbischof von Köln (1969–1987) sowie als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (1976–1987) eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der katholischen Kirche in Deutschland. Der prominente Kölner Kardinal hat die kirchlichen Auf- und Umbrüche der Konzils- und Nachkonzilsjahre in Deutschland und weltweit mitgestaltet.

Höffners bischöfliches Wirken in Münster war von seiner Teilnahme am Zweiten Vatikanischen Konzil (1962–1965) sowie von einer geradlinigen Umsetzung der kirchlichen Reformen in seinem Bistum geprägt. Sie setzte sich in den 1970er Jahren auf der »Würzburger Synode« und den Welt-Bischofssynoden fort. Die eindeutige Positionierung der katholischen Kirche in strittigen gesellschaftspolitischen und kirchlichen Auseinandersetzungen bestimmte auch die fast zwei Jahrzehnte als Oberhirte des Kölner Erzbistums und an der Spitze der katholischen Kirche in Deutschland. Höffner trat entschieden gegen jede Form eines straffreien Schwangerschaftsabbruchs auf und warnte vor den Risiken der Kernenergie. Der grundsätzlichen Ablehnung wesentlicher Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils durch den Gründer der Priesterbruderschaft St. Pius X. und suspendierten französischen Erzbischof Marcel Lefebvre trat er ebenso nachdrücklich entgegen wie den Thesen des populären kirchenkritischen Theologieprofessors Hans Küng. Im Skandal um die in eine Schieflage geratene Vatikanbank erwies sich Höffner als verlässliche und umsichtige Stütze bei der Sicherung und Reform des päpstlichen Finanzinstituts.

Nach dem ersten Band über das akademische Wirken als christlicher Sozialwissenschaftler legt Norbert Trippen nun im zweiten Band eine vorbildlich recherchierte, quellennahe und reich bebilderte Darstellung über Höffners weiteren  bischöflichen Lebensweg vor, in dem sich zugleich der Umgang der Kirche mit dem gesellschaftlichen Wandel bis in die jüngste Vergangenheit widerspiegelt.

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