Nordblom, Pia: Für Glaube und Volkstum. Die katholische Wochenzeitung »Der Deutsche in Polen«
Kommission für Zeitgeschichte, Forschungsstelle Bonn

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Nordblom, Pia: Für Glaube und Volkstum.
Die katholische Wochenzeitung »Der Deutsche in Polen« (1934–1939) in der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, Paderborn [u. a.] 2000

(Veröffentlichungen der Kommission für Zeitgeschichte, Reihe B: Forschungen, Bd. 87)

Pia Nordblom: Für Glaube und Volkstum. Die katholische Wochenzeitung »Der Deutsche in Polen« (1934–1939) in der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus.

Pia Nordblom: Für Glaube und Volkstum.
Die katholische Wochenzeitung »Der Deutsche in Polen« (1934–1939) in der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus.

Die nationalsozialistische Gleichschaltungspolitik veränderte auch die in der Weimarer Republik engen Beziehungen Berlins zu der deutschen Minderheit in Polen grundlegend. Dr. Eduard Pant (1887–1938), führender Politiker der deutschen Katholiken Polens, erkannte die drohende Instrumentalisierung zum Spielball des Regimes damals sehr klar und frühzeitig, konnte sich mit dieser Einschätzung aber nicht durchsetzen. Die katholische deutsche Minderheit in Polen spaltete sich. Nach seiner politischen Isolierung griff Pant zur publizistischen Gegenwehr. Die von ihm neu gegründete katholisch-konservative Wochenzeitung »Der Deutsche in Polen« (1934–1939) entwickelte sich rasch weit über Polens Grenzen hinaus zu einem wichtigen Sprachrohr der christlichen Emigration und Opposition gegen den Nationalsozialismus und der nicht gleichgeschalteten Minderheiten in Ost-Mitteleuropa.

Die Autorin kann sich auf vielfältiges, umfangreiches Quellenmaterial, hauptsächlich aus deutschen, österreichischen und polnischen Archiven, sowie auf zahlreiche, bisher unbekannte Materialien aus Privatbesitz und der zeitgenössischen Presse stützen. Auf dieser Grundlage zeichnet sie zunächst ein umfassendes Portrait der politisch-kulturellen Lebenswelt der deutschen Minderheit in Polen. Mit der Gründungsgeschichte, einer detaillierten Inhaltsanalyse der oberschlesischen Zeitung und einer organisatorisch-strukturellen Profiluntersuchung des »Deutschen in Polen« liefert sie gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Presseforschung. Die Untersuchung ist schließlich ein sehr beachtenswerter Beitrag zur Widerstandsforschung – insbesondere der Katholiken in Schlesien – und zur Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs.

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