Richter, Ingrid: Katholizismus und Eugenik in der Weimarer Republik und im Dritten Reich
Kommission für Zeitgeschichte, Forschungsstelle Bonn

Kommission für Zeitgeschichte

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Richter, Ingrid: Katholizismus und Eugenik in der Weimarer Republik und
im Dritten Reich. Zwischen Sittlichkeitsreform und Rassenhygiene,
Paderborn [u. a.] 2001

(Veröffentlichungen der Kommission für Zeitgeschichte, Reihe B: Forschungen, Bd. 88)

Ingrid Richter: Katholizismus und Eugenik in der Weimarer Republik und im Dritten Reich. Zwischen sittlichkeitsreform und Rassenhygiene.

Ingrid Richter: Katholizismus und Eugenik in der Weimarer Republik und im Dritten Reich. Zwischen sittlichkeitsreform und Rassenhygiene.

Dieses Buch rekonstruiert die katholische Debatte über die zeitgenössisch als modern geltende Wissenschaft der Eugenik vom Ende des Kaiserreichs bis zur »Euthanasie« im Dritten Reich. Dabei überwindet die Verfasserin die Blickverengung auf prominente katholische Eugeniker wie Hermann Muckermann und Joseph Mayer; sie zeichnet vielmehr ein facettenreiches Bild der Phasen, Träger und Varianten der Debatte. Sie weist nach, daß das Spektrum der Positionen zur »positiven« und »negativen« Eugenik größer war, als bisher im Blick auf traditionelle naturrechtliche Grenzen und die päpstliche Eheenzyklika »Casti connubii« (1930) angenommen wurde.

Die Studie ordnet die katholischen Positionen in den die politischen Lager der Weimarer Republik übergreifenden Diskurs ein und arbeitet eine prinzipielle Unterscheidung zwischen Weimarer Eugenik und NS-Rassenhygiene heraus. Die erzwungene Verletzung der körperlichen Integrität des Menschen im NS-Regime konnte und wollte die Mehrheit katholischer Eugeniker nicht mittragen. Sie kehrte deshalb zu traditionellen naturrechtlichen Positionen zurück. Das Buch ist ein wichtiger Beitrag zur Geschichte der Eugenik wie auch des Katholizismus in Deutschland.

Bestellungen von Veröffentlichungen richten Sie bitte direkt an Ihren Buchhändler bzw. den Verlag  Schöningh in Paderborn.


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